Schwein, Weib und Gesang

Schwein, Weib und Gesang

 

Figurentheater mit Kathrin Bosshard

Freitag, 2. September 2022, 20 Uhr, Aula Schinznach-Dorf

"Ein Mädchen oder Weibchen, das wünscht der Karl-Heinz sich, oh bliebe nur ein Scheibchen vom Speck der Frau für mich!" Wie wird aus einem Eber ein Casanova und wie aus Karl-Heinz ein Don Juan? Karl-Heinz, der Wildschweinmann, scheut keinen Aufwand, um das Herz seiner Liebsten zu ge winnen, und trifft dabei auf zahlreiche Ratgeber.

Ein rauschend bezaubernd skurriles Liebesabenteuer mit Hahn, Pferd, Pfau und anderen – ein Figurentheater für Erwachsene.

 

"Karl-Heinz ist ein armes Schwein – und dies ist durchaus wörtlich zu verstehen. Der gute Eber ist zum ersten Mal in seinem Schweine-Leben bis über beide Ohren verliebt, doch leider werden Karl-Heinz' Gefühle von seiner Angebeteten, der Schweine-Dame Sissi, nicht erwidert, zumindest vorerst nicht. In seiner Seelennot sucht der in Liebesdingen gänzlich unerfahrene Eber Rat bei anderen Tieren: beim eitlen Hahn, beim draufgängerischen Hengst, beim prächtigen Pfau und schliesslich sogar beim Psychiater-Kater. 

Der Text stammt aus der Feder des mehrfach ausgezeichneten Zürcher (Krimi-)Autors Peter Zeindler. Die Dialoge, allesamt in Versform, sind ausgesprochen witzig und nehmen immer wieder unerwartete Wendungen.

So unsäglich Karl-Heinz in seiner ausgepolsterten schwarzen Hose mitsamt roten Hosenträgern, mit seinen rosaroten Bäckchen, dem kurzen, dicken Rüssel und dem treuherzigen Blick auch aussieht, man muss ihn einfach gern haben. Während Kathrin Bosshard den Eber (und wechselweise auch die Schweine-Dame mit ihrer Kopfschleife à la Minnie Mouse) selbst verkörpert, führt sie die übrigen Figuren des Stücks als Handpuppen. Besonders gelungen ist der Pfau, der aus nichts weiter als einem Kopf und einem grossen königsblauen Tuch besteht; dieses wirkt, geschickt um den Arm der Puppenspielerin geschlungen, wie ein endlos langer Pfauenhals. Und dem aus violettem Plüsch bestehenden Psychiater-Kater leiht Bosshard nicht nur ihre Stimme, sondern auch die zum Spielen nicht benötigte Hand, mit welcher der blasierte Seelendoktor sich immer wieder nachdenklich an der Stirn kratzt. Mit der tiefgründigen Analyse des Berater-Katers weiss Karl-Heinz nicht viel anzufangen. Der verliebte Eber wühlt indes lieber in der Erde als in der Vergangenheit, bleibt also ganz sich selbst – und gewinnt so das Herz seiner geliebten Schweine-Dame, die ihn zum Schlammbad bei Mondenschein einlädt."

Auszug aus Pressebesprechung NZZ vom 23. April 2009, Anne Suter 

 

 

Spiel, Ausstattung: Kathrin Bosshard
Text: Peter Zeindler
Regie: Andrea Schulthess
Musik: Gabriel Meyer
Konzept und Idee: Bosshard & Schulthess
Technik: Boris Knorpp

 

 

Eintritt: Mitglieder 25, Nichtmitglieder 30, bis 25 Jahre frei

 

Eine Anmeldung via Reservationsbutton wird empfohlen.